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                                  Die Vollkommenheit des Universums

 

Die Vollkommenheit des Universums

(Das) Nichts ist All-ein, Alles ist in Resonanz

von Olaf Jacobsen




Olaf Jacobsen Verlag 2001
vollständig aktualisiert 2014    
ursprünglicher Titel: "Nichts ist All-ein" Band 1

Broschur     256 Seiten

ISBN 978-3-936116-03-8    

18,90 €       (Österreich: 19,50 €)

Inhaltsverzeichnis / Leseprobe: siehe unten

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Kurzbeschreibung und Rezensionen
Inhaltsverzeichnis
Leseprobe


Vollkommenes Umdenken

Im Alter von 28 Jahren entdeckte Olaf Jacobsen ein universelles Grundgesetz. Ab da änderte sich sein Leben radikal. Er beobachtete, dass sich eine jahrelange innere Suche wie von selbst beendet hat – und er „findet“ nur noch! Eine Erkenntnis nach der anderen …

In seinem dritten Buch zeigt Olaf, wie wir unser Weltbild erweitern werden, wenn wir davon ausgehen, dass „jedes Element den Wunsch nach Gleichgewicht hat“. Er demonstriert, wie das Wissen über dieses Grundgesetz unsere Wachstumsprozesse in alle möglichen und unmöglichen Richtungen aktiviert.

Der Leser wird zu einer neuen Wahrnehmung von sich und von seinem Umfeld angeregt. Viele Probleme erscheinen dadurch in einem universellen Zusammenhang – und sind plötzlich keine „Probleme“ mehr. Ganz im Gegenteil: Sie verwandeln sich in vollkommene Schätze innerhalb des großen Ganzen.

Aus dem Jahr 2001 – neu überarbeitet und zeitlos gültig:
Das dritte Buch der Olaf-Jacobsen-Bücher.

 

Rezension auf Amazon (von "J. Schwindt")

Es war das erste Buch, dass ich von Olaf Jacobsen gelesen habe - 4 weitere folgten noch - und dieses Buch habe ich sehr langsam gelesen - was jedem zu empfehlen ist, der sich mit sich selbst und seinen Gefühlen auseinandersetzen möchte.

Olaf Jacobsen beschreibt darin seine Weltformel, die er immer wieder im Alltag überprüft und wieder entdeckt. Es enthält Sichtweisen, die so in unserer Gesellschaft nicht geläufig sind und dennoch: wenn man genau hinschaut, absolut gültig sind.

Es ist ein sehr logisch und strukturiert aufgebautes Buch, das sehr konzentriert, mit wenigen Worten alles absolut auf den Punkt genau beschreibt. Das führte dazu, dass ich selbst nach wenigen Sätzen das Buch zur Seite legte, um die durch das Buch angeregten, neuen Gedanken erst einmal wirken zu lassen und so zu verarbeiten. Ich habe das Buch innerhalb eines 3/4 Jahres einmal gelesen und mich immer wieder durch das Geschriebene anregen lassen, Dinge in meinem Leben (ob Gegenwart oder Vergangenheit) einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, der mich sehr erleichterte und befreite. Mit jedem Weiterlesen wurde mir mehr aus meinem Leben klar.

Das Buch enthält nicht nur eine sehr konzentrierte Beschreibung der Sichtweisen, sondern Olaf Jacobsen lässt den Leser durch überraschende Beispiele diese Sichtweisen am eigenen Leib erfahren und ausprobieren. So etwas habe ich in noch keinem Buch gesehen und gefühlt.Es war sehr beeindruckend und interessant für mich.

Dieses Buch mit seinen neuen und für unsere Gesellschaft so ungewöhlichen Sichtweisen, die spielend andere Sichtweisen integrieren, hat mein Leben verändert. Es hat mich dazu gebracht, mehr zu reflektieren, bewusster zu leben und vieles zu klären.

leeeer

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Inhaltsverzeichnis:

Ein merkwürdiger Zusammenfall

Was bisher geschah

Das universelle Grundgesetz
„Jedes Element hat den Wunsch nach Gleichgewicht“
Warum halte ich diese Aussage für die „Weltformel“?
Die Benutzung der Formel

Allgemeine Folgerungen
Voraussetzung
Existenz
Der ewige Wandel
Überelement – Element – Unterelement
Das Nichts
Gab es einen Urknall?
Wird es einen Kollaps des Universums geben?
Gibt es eine absolute Gleichheit zweier Elemente?
Gleichgewicht = Ungleichgewicht = Un/Gleichgewicht
Verkehrte Bewegungen in scheinbare Ungleichgewichte?
Wie funktioniert Verbindung und Trennung?
   Verbindung
   Der übergeordnete Wunsch
   Trennung
Es existiert keine Grenze
Es gibt keine Lücke im Raum
Der Widerspruch der Formel (oder doch nicht?)
Das Un-Fassbare
Loslassen von Unfassbarem
Verwirrung und Eigenverantwortung
Die Kettenreaktion
Sich verändernde Kreisläufe – oder: Die Form
Die grundsätzliche Auflösung von Paradoxien
Der Ärger über Widersprüche
Was ist das Gedächtnis?
Gedächtnis als Speicher
Existenz = Suche
Wenn wir die Formel ernst nehmen
Das Absolute und seine Teile
Können wir das Absolute erkennen?
Element = Gleichgewicht = Wunsch
Inspirationen mit Hilfe der Formel
Die Wahrnehmung der Einheit
Der kleinste Baustein, aus dem die Welt besteht, kann niemals nachgewiesen werden
Die Wahrnehmung des einzelnen Elements
Innen und Außen
Im Gleichgewicht gibt es keine Wahrnehmung
Wahrnehmung eines Ungleichgewichts = Wandel
Die totale Kommunikation im gesamten Universum
Das Schließen der letzten Lücke (?)
Der Gebrauch der Begriffe „Nichts“ und „Alles“

Das Element „Mensch“
Wir sind mit unserem zukünftigen Schicksal im Gleichgewicht
Der Reifungsproezss in Krisen
Wie erhalten wir eine Erkenntnis?
Was ist das Bewusstsein und was das Unbewusste?
Was ist überhaupt „Wissen“?
Das Selbst-Bewusstsein
Bewusstsein bezieht sich immer nur auf die Vergangenheit
Das Lösen alter Verhaltensmuster und das Lernen neuer Verhaltensmuster
Gegenstände sind „unbewusst“?
Die Umdeutung des „Unbewussten“
   Träume sind Erkenntnisse
   Wir haben in jedem Zustand ein anderes Wissen
   Erweiterung unseres Repertoires an Zuständen
   Beispiele für Zustände
Verantwortung
Bewusstseinserweiterung
Wodurch entsteht das Gefühl des „freien Willens“?
Die Abwehr und die Achtung
   Die Abwehr
   Vergangenheit ist unveränderbar
   Jede Lösung liegt in der Gegenwart
   Die passende Erkenntnis löst
   Emotionale Verletzung ist eine Wahrnehmung
Der „Einfall“ ist eine Errungenschaft
Bewusstseinserweiterung mit Unterstützung anderer Menschen
Warum ist das Ausgrenzen der Ausgrenzung heilsam?
Die Ausgrenzung und die Integration

Das ICH und die Netzreaktionen im Körper
Das ICH
Die Wahrnehmung von Gedanken
Jedes Element ist eine Weiche
Die Persönlichkeit
Die inneren Bilder
Bewegungen an der Grenze
Die Blockade
Weiterleitung in der Kette
Die Lösung von Blockaden
Die Tränen
Unterdrückung und Zurückhaltung

Die Systemische Aufstellung
Die Wirkung
   Die Wirkung im Großen
   Die Wirkung im Kleinen

Zum Schluss

Über den Autor

 

 

 

Entscheidende Textausschnitte:

 

Ein merkwürdiger Zusammenfall

Endlich! Nach vielen Terminverschiebungen konnte ich mein fertiges Manuskript an die Druckerei schicken und dieses Buch herstellen lassen. Bis zu diesem Tag hatten mich einige organisatorische Dinge immer wieder aufgehalten und mich dadurch „gezwungen“, mit dem Abschicken des Auftrags zu warten.
Nun war es soweit: Ich gab nach vielen Jahren Arbeit und Reifung das erste Mal ein Buch von mir zum endgültigen Veröffentlichen nach außen in „fremde“ Hände. Eigentlich wollte ich das Buch bereits einige Wochen früher in den Druck gegeben haben, doch es sollte dieser Tag sein.
Alle erforderlichen Vorarbeiten waren geleistet. Ich widmete mich der Formulierung des Auftrags, stellte ahnungslos die Druckvorlage fertig, ging zur Post und schickte alles ab.
Es war ein Tag im Jahr 2001.
Am nächsten Morgen musste ich dringend folgenden Text der Druckerei nachreichen, damit sie ihn noch als Vorwort ins Buch aufnimmt:
„Ich schreibe dies hier gerade tief getroffen und bestürzt am 12. September 2001, der Tag nach den entsetzlichen Attentaten in den USA, in New York und Washington. Dieses Buch wurde vorher geschrieben und hat ein merkwürdiges Schicksal:
Der Auftrag an die Druckerei, das Buch herzustellen, wurde ‚zufällig’ und unwissentlich gestern am 11. September zeitlich parallel zu den schrecklichen und schockierenden Ereignissen fertig gestellt und abgeschickt.
Als ich vom Postamt zurückkam und von den Terroranschlägen erfuhr, geriet ich zuerst in einen inneren Konflikt und wollte den Auftrag zurückrufen.
Dann wurde mir klar, dass das Buch vielleicht einen bestimmten Sinn hat, der mir vorher nicht bewusst sein konnte:
Es soll Menschen darin unterstützen, ihre Wahrnehmungen so zu erweitern, dass u. a. solche Attentate oder auch ähnliches Leid auf einer bestimmten Ebene besser vorausgespürt werden können.
Es soll anregen, mit bereits erlebten schweren Schicksalen auf eine neue (erweiterte) Weise umgehen und sie besser integrieren zu können.
Es soll helfen, übergeordnete Zusammenhänge von unfassbaren Ereignissen schneller aufdecken zu können.
Es soll der Suche der Menschen nach neuen und besseren Gleichgewichten dienen.
Ich wünsche dem Buch, dass es einen passenden und stimmigen Weg gehen wird.“

Das waren an dem folgenden Tag meine ersten Gedanken.
Und das war kein Zufall …

Welche Aufgabe dieses Buch wirklich hat, vermag ich nicht in Worte zu fassen, da jeder Mensch anders ist. Jeder begegnet dem Buch zu einer anderen Zeit in einem anderen Zusammenhang. Der Sinn dieses Buches wird sich für den Leser zum für ihn passenden Zeitpunkt selbst offenbaren, durch merkwürdige „Zufälle“.
Entdecken Sie die Zusammenhänge für sich selbst. Beobachten Sie beim Lesen nicht nur Ihre Reaktionen auf den Inhalt, sondern auch, was gleichzeitig scheinbar „zufällig“ in Ihrem Leben passiert. Nutzen Sie alles, um zu reifen, zu wachsen, um neue sinnliche Fähigkeiten auszubilden und so Ihr Bewusstsein für verborgene Zusammenhänge zu erweitern. Der Kontakt zu diesem Buch unterstützt Sie dabei.

Für mich persönlich steht die Entwicklung meines Buches untrennbar mit dem 11. September 2001 in Verbindung.

Er gehört dazu.

 

Was bisher geschah

Damit Sie sich ein erstes Bild davon machen können, was Sie gerade in der Hand halten, möchte ich zu Beginn ein paar Dinge erzählen.
Schon als Kind hatte ich oft das Gefühl, etwas „Geniales“ erfinden oder entdecken zu wollen. Ich nahm in den Ferien ein leeres Blatt Papier und einen Bleistift zur Hand und verkündete meinen Eltern stolz, dass ich mir jetzt ein Auto ausdenke, das mit Meerwasser fahren kann. Denn dann gäbe es keine Umweltverschmutzung und keine Tankprobleme mehr.
Je älter ich wurde, desto mehr verwendete ich Papier und Stift zum Tagebuchschreiben und zum schriftlichen Analysieren innerer und äußerer Zusammenhänge. Meine Suche nach etwas Genialem konzentrierte sich auf eine ganz klare Beschreibung der Dinge und Zusammenhänge, die ich in mir und um mich herum wahrnehmen konnte. Ich suchte auch nach einer einfachen und logischen Kernaussage über die Welt und den Menschen, die mich dazu bringen könnte, innerlich loszulassen. Denn ich hatte ständig das Gefühl, als sei alles, was passiert, eigentlich vollkommen logisch und „normal“. Ich konnte es nur nicht passend in Worte fassen.
Ich nahm in meiner Umgebung die Probleme und Kämpfe wahr, durchlebte meine eigenen heftigen Krisen, fühlte aber irgendwo immer, dass das normal sei. Und dass man es auch in ganz klaren Worten beschreiben und in einem Satz zusammenfassen könnte.
Bloß wie?
Im Alter von 28 Jahren (1996) gelangte ich tatsächlich an den Punkt, an dem mir diese Kernaussage bewusst werden durfte (in meinem ersten Buch  So, jetzt ist aber genug! - Die Geburt einer Weltformel können Sie diesen Prozess live miterleben). Dieser Moment war unheimlich berührend:
Aus tiefer Erlösung heraus überwältigten mich meine Gefühle. Ich musste eine ganze Weile tief berührt weinen. Die Tränen brachen intensiv aus mir heraus und ich wälzte mich dabei lange auf meinem Bett hin und her …   „Endlich …“
Seit dieser Erkenntnis ist für mich alles ganz klar. Und ich habe das tiefe Gefühl, dass mir eine „Weltformel“ bewusst geworden ist.
Es ist ein Gefühl und eine Überzeugung, die mich seit dem nicht mehr verlassen hat und die sich mir täglich bestätigt – bis heute. Am Anfang hatte ich keine Beweise dafür. Es existierte nur mein tiefes, klares Gefühl und meine aufgeschriebenen Gedanken. Doch ich entdeckte immer öfter Parallelen zu den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Physik und der Gehirnforschung sowie vielen psychologischen, philosophischen und spirituellen Sichtweisen. Dadurch erfuhr und erfahre ich immer wieder und immer öfter intensive Bestätigungen im Außen. Mein Erleben ist sogar, dass im Laufe der Jahre die Erkenntnisse aus der Wissenschaft und Spiritualität sich meiner Weltformel immer stärker annähern.
Ich fühle diese Kraft meiner Weltformel inzwischen seit vielen Jahren ununterbrochen. Sie hat bisher keinen Zweifel in mir auftauchen lassen. Denn ich finde überall die „Logik“, den Zusammenhang in jeder Situation (siehe auch mein zweites Buch Bewegungen in neue Gleichgewichte). Und wenn ich einen Zusammenhang nicht direkt formulieren kann, so fühle ich ihn doch.
Es ist eine tief befriedigende und für mich absolut „geniale“ Wahrnehmung, die ich dadurch erleben darf, ein Gespür, das sich immer weiter entwickelt und verfeinert. Ich habe endlich das Geniale finden dürfen, das ich seit meiner Kindheit gesucht hatte – in mir selbst.
Der Prozess, in dem ich mich seitdem befinde, ist nicht mehr, nach dieser Sichtweise zu suchen, sondern sie auf verschiedene Bereiche zu übertragen und sie für andere Menschen zugänglich und nachvollziehbar zu machen. Das ist nicht immer leicht und erfordert weiterhin eine Suche und intensives Wachstum von mir, das Erleben von Krisen eingeschlossen. Doch es ist immer wieder absolut faszinierend.
Dazu gehört auch eine Offenheit gegenüber Sichtweisen, Gedanken, Ideen anderer Menschen. Ich vergleiche immer wieder mit dem, was ich fühle und wahrnehme, probiere aus, experimentiere, verändere, integriere, reife, …

Weil ich die Überzeugung fühle, eine „Welt“-formel kennengelernt zu haben, bin ich natürlich auch davon überzeugt, dass jeder Mensch durch dieses Buch angesprochen und berührt sein müsste. Doch ich weiß inzwischen: Das ist meine Projektion, denn jeder befindet sich auf seinem eigenen Weg und sucht nach Lösungen, die für ihn selbst stimmig sind. Jeder sucht individuell nach seiner eigenen Weltformel. Jeder hat den Wunsch nach seinem ganz eigenen Gleichgewicht.
Außerdem hat jeder Mensch die Macht darüber, bewusst oder unbewusst selbst zu bestimmen, was ihm weiterhilft und wie in ihm die Wirkung von dem ist, was er im Außen wahrnimmt. Nicht der Sender bestimmt die Bedeutung einer Botschaft, sondern immer der Empfänger.
Und so kann ich nicht erwarten, dass die Leser die gleichen Erfahrungen machen und genauso überzeugt fühlen wie ich. Ich kann hier meine Sichtweisen und Gedanken nur anbieten und jeden dazu einladen, sich mit meinen Beschreibungen auseinanderzusetzen. Jeder kann ausprobieren, ob er meine Erkenntnisse als stimmig und tatsächlich allumfassend empfinden kann, wie ich es behaupte, oder ob er Unstimmigkeiten in sich wahrnimmt.
Auch wenn es verschiedene Wege gibt, ist trotzdem etwas in mir davon überzeugt, dass jeder im Laufe seiner Entwicklung früher oder später mehr oder weniger bei dieser hier dargestellten Weltsicht landen wird. Davon muss ich ja auch überzeugt sein, denn sonst würde ich nicht glauben können, die absolute Weltformel gefunden zu haben.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass durch meine vollkommene Überzeugung und totale Begeisterung, die ich kaum verstecken kann, meine Ausführungen auf diejenigen missionarisch und belehrend wirken könnten, die sich mit diesen Sichtweisen weniger identifizieren, die das von mir dargestellte „Absolute“ anzweifeln und lieber ein bisschen „Freiheit“ behalten wollen.
Das ist der Preis, den ich zahle. Ich zahle ihn dafür, dass ich mich entschieden habe, beim Schreiben authentisch zu bleiben.
Es tut mir aufrichtig leid, wenn ich durch meine Überzeugungen und Behauptungen bei anderen unangenehme Gefühle auslösen sollte. Doch ich kann und möchte es nicht ändern. Ich fühle so. Daher lade ich jeden, der sich entsprechend unangenehm fühlt, dazu ein, bei für ihn unstimmigen Behauptungen sich von den Sichtweisen zu distanzieren und der gefühlten Differenz zuzustimmen. Ich sehe einfach keine Alternative zu dieser Sichtweise (sprich: Ich fühle mich „absolut“ überzeugt von der Formel).
Deshalb ist dieses Buch hauptsächlich für Menschen geschrieben, die in ihrem Leben nach den hier dargestellten Sichtweisen gesucht haben, die sich damit auseinandersetzen wollen, die neugierig sind und sich für sie interessieren, die Spaß daran haben, die Welt und sich selbst aus einem einheitlichen Blickwinkel anzuschauen, oder Spaß daran, sich in ihrem eigenen Denken anregen, bereichern oder bestätigen zu lassen.
Es ist sicher nicht so, dass Ihnen alles neu ist, was Sie lesen werden. Vieles stimmt überein mit anderen ganzheitlichen Sichtweisen, was wiederum für die Stimmigkeit dieser „Welt“-formel spricht. Es gibt viele Autoren vor mir, die die Welt ähnlich sehen. Und zusätzlich lässt diese Weltformel zwischen absolut allem die Verbindung, den „roten Faden“ erkennen und öffnet dadurch den Blick zu weiteren faszinierenden, integrierenden und damit erlösenden Zusammenhängen. Das ist das Neue in diesem Buch: Es wird keine Grenzen mehr geben. Absolut alles gehört dazu. Es gibt keine Zufälle bzw. das, was wir „Zufall“ nennen, wird neu definiert.

Sie werden auf einige von mir beabsichtigte Textpassagen stoßen, in denen Sie zunächst in ein Ungleichgewicht geführt werden, das sich später wieder auflöst. So machen Sie beim Lesen eine ganz bestimmte Erfahrung und ich kann Ihnen dadurch in diesem Zusammenhang etwas gut erklären.
Wenn Sie im Buch blättern und zufällig schon vorher die Lösung kennenlernen, können Sie diesen Erkenntnisprozess nicht mehr unwissend durchleben. Außerdem führe ich am Anfang des Buches bestimmte Sichtweisen aus, die ich später noch erweitere. Hier wäre es von Vorteil, wenn Sie die Erweiterungen nicht vorher kennengelernt hätten. Und wenn Sie trotzdem weiter hinten blättern, kann es sein, dass Sie etwas lesen, ohne die Vorgeschichte dazu zu kennen, und sich dadurch zunächst ein verkehrtes Bild machen.
Ich empfehle: Lesen Sie das Buch von Anfang an der Reihe nach. Auch wenn es einigen schwer fallen könnte oder es vielleicht verwirrend auf Sie wirkt. Die Klärung kommt immer irgendwann, so wie im richtigen Leben. Und dann gibt es kein Zurück mehr.
Wenn Sie aber trotzdem querlesen wollen, dann gehört auch das dazu und ist stimmig. Folgen Sie Ihrem Gefühl, es wird Sie passend führen.

Mancher liest das Buch in einem Rutsch. Andere werden beim ersten Verstehen länger brauchen. Ich möchte dazu eine weitere Empfehlung geben, wie Sie vielleicht mit dem Buch umgehen könnten:
Machen Sie es sich bequem, entspannen Sie und lassen Sie sich viel Zeit. Lassen Sie es langsam und in Ruhe auf sich wirken.
Entwickeln Sie nicht den Anspruch, alles sofort zu verstehen. Manches wird reifen müssen. Wenn Sie möchten, überfliegen Sie die für Sie schweren Texte. Wollen Sie den Inhalt in sich reifen lassen, dann lesen Sie diese Stellen flüchtig durch, auch wenn Ihre Gedanken währenddessen abschweifen. Vertrauen Sie auf Ihr Unbewusstes.
Sie können auch Ihr Bewusstsein verwirrt sein oder Ihre Gedanken an einem anderen Ort verweilen lassen, während Sie Ihr Unbewusstes mit dem Text „füttern“. Und lassen Sie Ihr Gedächtnis genauso selbstständig arbeiten. Beobachten Sie einfach, was zunächst verloren geht und was Ihnen dann bleibt.
Wenn Sie nach einer Pause einige Zeit später wieder in dieses Buch schauen, könnten Sie erleben, dass Sie auf einmal besser verstehen. Sie sehen klarer.
Das kann sich auch auf andere Bücher übertragen, die Sie früher nicht verstanden hatten. Diese hier dargestellte Sichtweise kann eine Grundlage bilden für das Verständnis anderer philosophischer, wissenschaftlicher oder spiritueller Gedanken. Und vielleicht machen Sie sogar die Erfahrung, auf einmal deutlicher und auch logischer unterscheiden und wahrnehmen zu können, wer seine Sichtweisen stimmig und integrierend formuliert oder bei wem sich durch Ausgrenzungen Widersprüche die Hand reichen.

Da Sie in Ihrem Leben ständig reifen, werden Sie auch interessante Erfahrungen mit dem Buch machen, wenn Sie es länger nicht zur Hand nehmen. Irgendwann wird es Sie wieder anziehen und Sie erleben neue Klarheiten beim erneuten Lesen. Sogar mir selbst geht es so, dass ich beim Überarbeiten des Buches Absätze lese, die ich zwar schon kannte, aber wohl vergessen hatte. Und nun helfen sie mir in einer gegenwärtigen Situation weiter, lösen ein Problem, das ich schon länger fühlte, machen mir etwas in einem neuen Zusammenhang, auf einer neuen Ebene bewusst. Ich bekomme eine neue Anregung, durch die ich weiterreifen kann.
Durch dieses Buch kann in Ihnen ein Wachstumsprozess angeregt oder auf neue Weise unterstützt werden. Sie könnten überrascht sein, wo er Sie hinführt, und könnten fasziniert entdecken, wie sich durch Ihren neuen Blick Ihr Leben wie von selbst in einigen Bereichen verändert – sich „in ein neues Gleichgewicht bewegt“. Wie gesagt: Beobachten Sie gleichzeitig, was parallel während Ihres Kontakts zu diesem Buch in Ihrem Leben passiert. Entdecken Sie Zusammenhänge, lernen und reifen Sie, entwickeln Sie sich. Oder lassen Sie sich entwickeln.
Wenn Sie wollen, lassen Sie sich von dem universellen Grundgesetz an die Hand nehmen und führen – vielleicht reißt es Sie sogar mit …   Beobachten Sie, was passiert.

Und nun wünsche ich Ihnen viele neue und schöne Gleichgewichte beim Lesen und in Ihrem Leben.
Vor-Sicht: Wenn Sie das Buch gelesen haben, können Sie diese Erfahrung nicht mehr rückgängig machen …


Das universelle Grundgesetz:

„Jedes Element hat den Wunsch nach Gleichgewicht.“

Jedes Element hat den Wunsch nach Gleichgewicht.
Ich kann diesen Satz nicht oft genug schreiben. Er ist so phänomenal, so universell, so fantastisch. Ich kenne ihn schon viele Jahre und doch löst er immer wieder Erstaunen, Euphorie und viele andere wundersame Gefühle in mir aus. Und wenn ich mal wieder über etwas nachdenke, dann beginne ich mit meinen Gedanken bei dieser Formel und gelange dadurch sehr schnell zu neuen Erkenntnissen und Ergebnissen.
Natürlich wünsche ich mir dabei auch, diese Gefühle und Erfahrungen mit vielen Menschen teilen zu können. Durch diesen Wunsch bin ich schwach und bedürftig wie ein kleines Kind, das zu seinen Eltern rennt und ihnen begeistert etwas zeigen möchte. Denn ich bin abhängig davon, ob andere Menschen sich dafür interessieren.
Auf der anderen Seite erfüllt mich dieser Satz mit einer Selbstsicherheit, Stärke und Liebe, die ich in jedem anderen Menschen wiederentdecken kann, wenn ich nur genau hinschaue. Ich sehe die Liebe und die Vollkommenheit überall, im gesamten Universum. Und das lässt mich immer wieder ehrfürchtig und vollkommen erfüllt innehalten.
Beide Seiten, meine menschliche Bedürftigkeit und Verletzlichkeit als auch meine Wahrnehmung der überall vorhandenen Vollkommenheit, gehören zu mir und meinem Leben dazu. Gleichzeitig.

Jetzt habe ich Ihnen meine grundlegende Erkenntnis, meine „Weltformel“ gleich zu Beginn auf den Tisch gelegt. Jeder, der das schon wusste, dass alles in diesem Universum den Wunsch nach Gleichgewicht hat, kann sich entspannt zurücklehnen. Er wird hier nichts Neues erfahren. Alles, was ich beschreibe, wird ihn in dieser Sichtweise bestätigen. Ich mache nichts anderes, als diese Weltformel auf alles zu übertragen, was mir begegnet. Interessant ist für mich immer wieder, welche neuen Ebenen dadurch sichtbar werden, die mir vorher noch nicht bewusst waren.
Es ist meine persönliche Erfahrung, dass dieser Satz ein universelles Prinzip darstellt, eine Weltformel. Er gibt mir eine allumfassende Grundlage, um alles auf dieser Welt deuten zu können, um überall einen Sinn zu erkennen. Er ist ein Modell, das mit meinen Erfahrungen bis heute immer wieder ein Gleichgewicht bildet und mit dessen Hilfe ich neue faszinierende Zusammenhänge entdecke und einleuchtende Erklärungen finde. Es erscheint mir alles „schlüssig“. Gleichzeitig eröffnet es mir eine äußerst sensible Wahrnehmung von meiner Umgebung, die ich immer weiter ausbilden kann.

Ich behaupte:
Mit Hilfe dieses Grundgesetzes können wir alles in Worte fassen, was in uns und um uns herum passiert, und auch, warum es passiert.
Wir können das gesamte Universum erklären, mit all seinen natürlichen, übernatürlichen und unnatürlichen Erscheinungen. Dabei müssen wir aktiv nach den Beschreibungen suchen. Das Universum kann für uns neu „greifbar“ werden. Wir können auf neue Weise damit umgehen lernen und entdecken auf unserem Weg neue Erscheinungen, die uns zu neuen Perspektiven und neuen Erkenntnissen führen. Eine ständige Wachstumsspirale.
Die Formel kann uns ein universeller Leitfaden sein, eine Inspirationsquelle, ein Instrument für systematische Bewusstseinserweiterung.

Ich setze hier diesen Satz als eine gegebene „Wahrheit“ voraus und demonstriere, wie sich daraus ein positives Weltbild entwickeln kann. Sie lesen keinen Nachweis für diese Grundannahme – ich kann es nicht beweisen –, sondern Sie lesen, was sich aus dieser Grundannahme für Schlüsse ziehen lassen und wie wir damit die Welt und uns Menschen erlösend neu interpretieren können.

Sie werden sicherlich dieses Weltbild für sich überprüfen und beobachten, ob es mit Ihrer Realität und Ihren Gefühlen übereinstimmt, ob für Sie Differenzen und Widersprüche auftauchen oder ob Sie zu erweiternden Gedanken und Erkenntnissen inspiriert werden. Und das ist auch gut so. Meine Klärungsversuche sind nicht perfekt und auch nicht vollständig. Jeder hat die Fähigkeit, sie weiter auszuführen und auch neue, noch stimmigere Beschreibungen zu finden, wenn er sich auf dieses Grundgesetz einschwingen konnte.

Ich erkläre Ihnen zunächst, wie Sie dieses Gesetz selbst anwenden können. Dann, in den darauf folgenden Abschnitten ab Seite 35, ziehe ich meine ersten allgemeinen Schlussfolgerungen aus dieser Behauptung. Später gehe ich intensiv auf uns Menschen mit unserer Psyche und unserem Körper ein.

Beobachten Sie: Kommen Ihnen beim Lesen neue Zusammenhänge, neue Ideen und Intuitionen? Und können Sie vielleicht sogar meine Schlussfolgerungen für sich selbst noch stimmiger, logischer und einfacher formulieren? Entdecken Sie neue Gedanken und Sichtweisen für Ihr Leben? Und lassen diese Gedanken Sie innerlich zurücklehnen und aufatmen? Werden Sie fähig, sich selbst und Ihre Umwelt neu und intensiver, „ganzheitlicher“ wahrzunehmen? Und was hat das für Folgen? Beobachten Sie, was sich in Ihrem Umgang mit sich selbst und mit der Welt verändert.

 

Warum halte ich diese Aussage für die „Weltformel“?

Und was will eine Weltformel anderes, als uns dabei zu unterstützen, alles integrieren und stimmig beschreiben zu können, damit wir besser loslassen können? Und damit wir uns in bessere Gleichgewichte bewegen können? (Was wir ja sowieso schon ständig tun …)

 

(ab Seite 35:)

Allgemeine Folgerungen

Voraussetzung

Um die Wirkung dieser Formel auf uns ausführlich und in allen möglichen Bereichen testen zu können, ist es zunächst einmal wichtig, dass wir sie als unveränderbar festsetzen. Mit „festsetzen“ meine ich: Wir gehen davon aus, dass der Satz „Jedes Element hat den Wunsch nach Gleichgewicht“ tatsächlich eine absolute Wahrheit darstellt. Wir setzen diesen Satz als „Axiom“ fest, als ein Grundprinzip.
Und nun beobachten wir in diesem Test, was dieses Axiom bewirkt und welche Folgen es hat. Dabei sind wir jederzeit frei, dieses Axiom wieder zu ändern und den Test zu beenden, wenn uns die Folgen nicht gefallen. Es liegt an uns, was wir als Axiom festlegen und wie lange wir diesen Test durchführen.
Hier im gesamten Buch wird der Test bis zum Schluss durchgeführt. Und ich hatte auch selbst in meinem Leben bisher keine Veranlassung, diesen Test zu beenden. Ich lebe mit diesem Axiom sehr begeistert und glücklich.

Was für Folgen hätte es, wenn wir dieses Axiom annehmen? Was für Folgen hätte es, wenn wir diese Formel „Jedes Element hat den Wunsch nach Gleichgewicht“ als absolute Wahrheit festlegen würden?
Es würde zunächst einmal klar bedeuten, dass es keine einzige Ausnahme gibt. Wirklich jedes Element hätte den Wunsch nach Gleichgewicht.
Nur durch das Betrachten der absoluten Ausnahmslosigkeit können alle folgenden Zusammenhänge mit Hilfe der Formel widerspruchsfrei beschrieben werden. Und nur dann stellen sich die dazugehörigen Erkenntnisse ein. Deswegen stelle ich hier folgende Bedingung:
Erst wenn wir dieses Axiom vollkommen annehmen, können wir in diesem Zusammenhang neue Klarheiten erhalten und befinden uns in einem bestimmten Gleichgewicht.

Verwechseln Sie diesen „Test“ und diese Festsetzung bitte nicht mit einer Missionierung, auch wenn ich noch so begeistert bin. Ich will Sie nicht überreden. Ich biete Ihnen hier nur etwas an, das Sie sich in Ruhe anschauen können. Sie bleiben trotz allem frei, sich jederzeit gegen dieses Axiom zu entscheiden. Ich zeige Ihnen lediglich nur, was wäre, wenn wir an diesem Axiom festhalten.
Also: Jedes Element hat den Wunsch nach Gleichgewicht – ohne Ausnahme. – Es gilt.

Und nun beginne ich:

 

Existenz

Aus dieser Ausnahmslosigkeit entsteht eine gegenseitige, unlösbare Abhängigkeit von „Element“ und „Wunsch nach Gleichgewicht“:

Ein Element existiert nur, wenn es einen Wunsch nach Gleichgewicht hat.

Ein Wunsch nach Gleichgewicht existiert nur, wenn es dazu ein Element gibt, das diesen Wunsch besitzt.

Anders formuliert:

Die Existenz eines Elements setzt die Existenz eines Wunsches voraus.

Die Existenz eines Wunsches setzt die Existenz eines Elements voraus.

 

Das bedeutet:
Wenn kein Element existiert, dann existiert auch kein Wunsch.
Und wenn kein Wunsch existiert, dann existiert auch kein Element.

Angenommen es würde doch ein Element existieren, das keinen Wunsch hat, was wäre dann?
Das Wort „Wunsch“ steht für alle Kräfte, auch für die Kraft, die ein Element zusammenhält. Hat ein Element keinen Wunsch, so hat es auch keine Kraft, die es zusammenhalten würde. Und so kann es gar nicht existieren. Also: Wenn ein Element existiert, dann nur, weil es mindestens einen Wunsch hat, nämlich als erstes den nach der eigenen Existenz.
So gesehen können wir alle Materie, die wir Menschen ja als „Element“ bezeichnen, betrachten, als ob sie einen Wunsch nach Gleichgewicht hat. An bestimmten Stellen des Universums ballt sich diese Materie zusammen und bildet so Planeten oder Sonnensysteme, die als Elemente betrachtet auch wieder Wünsche nach Gleichgewicht haben. Diese Art Wünsche bezeichnen wir meistens mit dem Begriff „Gravitation“.

Alle Formen, die wir auf unserer Erde wahrnehmen können, haben einen bestimmten Wunsch nach Gleichgewicht. Es geht gar nicht anders. Denn sonst würden diese Formen nicht existieren.
* Pflanzen sind in ihrer individuellen Form entstanden, weil sie einen für sie ganz speziellen Wunsch nach Gleichgewicht haben. Ihre Form spiegelt ihren inneren Zustand wider. Gleichzeitig haben sie einen Wunsch nach besseren Gleichgewichten, richten sich nach der Sonne aus, wachsen in ihre Richtung, wollen ein Gleichgewicht zum Licht eingehen und erreichen ein extremes Gleichgewicht in dem Moment, in dem sie durch die Hitze der Sonne angeregt verbrennen. Sonne und Pflanze brennen.
* Häuser haben zwar unterschiedliche Formen, gleichen sich jedoch in bestimmten Aspekten, in denen wir Menschen auch alle dieselben Wünsche haben: Wir brauchen Licht und Luft und wir wollen uns vor Regen, Schnee und Kälte schützen. Diese Wünsche bestimmen u. a. den Hausbau. Wir brauchen mindestens ein Dach und Fenster. Häuser wachsen nicht auf natürliche Weise. Wir Menschen haben aber den Wunsch, dass sie möglichst lange in dem Zustand bestehen, in dem sie gebaut wurden. Deswegen benutzen wir auch Elemente zum Bau, die den Wunsch haben, sich selbst lange in einem bestimmten Zustand zu erhalten.
* Menschen existieren, weil ein ganz bestimmter Wunsch nach Gleichgewicht dahinter steht. Und sie existieren in einer bestimmten Gleichgewichtsform (mit zwei Beinen, Armen, Augen, Ohren), die ihrem Umfeld auf dem Planeten Erde entspricht (Schwerkraft, Lichtwellen, Schallwellen, …).
* Menschen werden geboren, weil ein bestimmter Wunsch der Familie nach einem bestimmten Gleichgewicht dahinter steht. Auch dieser Wunsch kann das Leben eines Menschen prägen.

Ohne diese Wünsche nach Gleichgewicht gäbe es keine Existenz.

In Bezug auf die Existenz stellt sich noch die Frage wie bei dem Huhn und dem Ei:
Was hat zuerst existiert? Der Wunsch oder das Element?

Entweder es war beides schon immer da oder es ist beides gleichzeitig entstanden. Denn das eine kann ohne das andere nicht existieren.

 

Der ewige Wandel

Die Überschrift könnte auch heißen:
„Ein Tag im Leben eines Elements“

Also, da ist nun ein Element, das einen Wunsch nach Gleichgewicht hat.
Was ist mit diesem Element?
Es muss gerade im Ungleichgewicht sein, sonst hätte es ja diesen Wunsch nicht.

Die Formel besagt nun, dass jedes Element sich ein Gleichgewicht wünscht. Dann muss ja auch jedes Element in einem Ungleichgewicht sein.
Stellen Sie sich das jetzt vor: Jedes Element befindet sich in einem Ungleichgewicht und wünscht sich ein Gleichgewicht.
So weit, so gut.

Was ist aber, wenn ein Element sein erwünschtes Gleichgewicht erreicht hat?
Dann ist sein Wunsch erfüllt. Ja, und dann hat es natürlich auch keinen Wunsch mehr nach einem Gleichgewicht, denn es ist ja zufrieden.

Wenn das so wäre, wenn es also mindestens ein Element geben würde, das sein Gleichgewicht erreicht und damit keinen Wunsch mehr hat, dann kann die Formel nicht mehr stimmen:
Jedes Element hat den Wunsch nach Gleichgewicht.
Dann müsste sie heißen: „Fast jedes Element hat den Wunsch nach Gleichgewicht, bis auf dieses eine Element, das sein Gleichgewicht erreicht hat. Wir gratulieren ihm zu seinem Glück!“ …
Ich bleibe aber dabei, dass wir bei diesem Satz keine einzige, auch nicht die kleinste Ausnahme zulassen. Denn sonst würden wir uns ja selbst widersprechen und das Axiom wäre keins.
Was folgt daraus, dass auch weiterhin keine Ausnahme gilt? Heißt das, dass eigentlich kein Element sein Gleichgewicht erreichen kann?
Jein …
Es gibt eine Erklärung, bei der sich alles in sein gewünschtes Gleichgewicht bewegen kann und der Satz trotzdem gültig bleibt:
Stellen Sie sich vor, dass ein Element sein gewünschtes Gleichgewicht erreicht, … … dann hört es einfach auf zu existieren.
Wenn wirklich jedes Element den Wunsch nach Gleichgewicht hat und es gibt keine Ausnahme, dann kann es auch kein Element geben, das sich seinen Wunsch erfüllt hat. Diejenigen, die ihr Gleichgewicht erreichen und keinen Wunsch mehr danach haben, existieren nicht mehr (siehe oben: „Wenn kein Wunsch existiert, dann existiert auch kein Element“).

Nun wissen wir aber, dass nicht einfach so die Elemente in unserer Welt verschwinden.
Die dazu passende Erklärung wäre die:
Das Element verwandelt sich in dem Moment, in dem es sein gewünschtes Gleichgewicht erreicht hat, in ein neues Element mit einem neuen Wunsch nach einem neuen Gleichgewicht.
Es hat in seiner alten Form mit dem alten Wunsch aufgehört zu existieren und sich in eine neue Existenz verwandelt.
Das kennen wir an uns selbst: Wenn wir eines unserer Ziele erreicht haben, haben wir uns als Mensch verändert und wir haben bereits Kontakt mit unserem nächsten Ziel. Oft denken wir dann auch nicht mehr groß an die Zeit, in der wir noch den Wunsch nach diesem Ziel hatten. Das ist Vergangenheit. Manchmal vergessen wir sogar sehr schnell, dass wir in dem Punkt mal ein „Problem“ hatten. Stattdessen fühlen oder sehen wir ein neues Ungleichgewicht und konzentrieren uns auf ein neues Ziel.
Einige beklagen sich, dass sie keine Ruhe haben, wenn sie mal ein Ziel erreicht haben. Sie können nicht das erreichte Gleichgewicht genießen und fühlen (wieder) ein Ungleichgewicht. Welches Ziel haben Sie in dem Moment? Das Ziel, das bisher erreichte Gleichgewicht genießen zu können. Sie haben sich bei der Erreichung des Gleichgewichts in ein neues Element mit einem neuen Wunsch nach einem neuen Gleichgewicht verwandelt.

Die Veränderung bei uns ist leicht zu beschreiben: Beim Erreichen eines Zieles hören wir sofort auf, dieses Ziel weiter erreichen zu wollen. Unsere Bewegung zu diesem Ziel hört auf. Das alleine ist schon eine Veränderung.
Und außerdem sind wir nun um eine Erfahrung reicher. Die Existenz dieser Erfahrung hat uns zusätzlich verändert, denn wir hatten sie vorher noch nicht.

Unser neues Ziel ist manchmal nicht so deutlich, denn es gibt Menschen, die sich nach Erreichung ihres Zieles erst einmal nur entspannen. Denn scheinbar ist noch kein neues Ziel in Sicht. Oder?
Und was ist mit der Entspannung selbst? Das Ziel, neue Energie zu tanken? Oder über das alte Ziel und den Weg dorthin nachzusinnen und noch nachträglich daraus zu lernen? Die neue Erfahrung innerlich zu wiederholen und sich dadurch festigen zu lassen? Oder einfach still zu sein und nichts zu tun?
Oder vielleicht erhält nun endlich ein Ziel den Raum, das vorher noch zurückgestellt werden musste. Jemand hat z. B. den Wunsch, mit dem Auto nach Hause zu fahren. Im Auto spürt er nach einer Weile den Druck seiner Blase. Er entscheidet sich, nicht vorher anzuhalten, da er sowieso gleich am Ziel ist. Zu Hause angelangt (Ziel erreicht) ist sein nächstes Ziel das WC. Danach wendet er sich dem Hund zu, der ihn bereits erwartet hat usw.
Denken Sie mal über Ihre Ziele nach und beobachten sich. Wo steckt ein bewusster Wunsch? Jetzt gerade? Und was für einen Wunsch kann es geben, der Ihnen (noch) nicht (mehr) bewusst ist?

Hat ein Ziel immer mit Aktivität zu tun? Oder können das Schlafen, das Entspannen, das Loslassen oder Abwarten auch erwünschte Gleichgewichte sein?

 

(ab Seite 82:)

Was ist das Gedächtnis?

In „Meyers Großes Taschenlexikon“ steht:
Gedächtnis, Fähigkeit des Gehirns, die über die Sinnesorgane vermittelten Umweltereignisse auswählend kurz- oder langfristig zu speichern und nach Bedarf abzurufen.“

John J. Ratey berichtet in Das menschliche Gehirn (2001):
„Die Wissenschaft hat sich von jeher dafür interessiert, wo Erinnerungen ‚gespeichert’ sind. Etwa in den Wahrnehmungsneuronen, wo wir etwas zum ersten Mal gesehen oder gehört haben? Im Hippocampus, der alle Erinnerungen zusammenfasst? Im Stirnlappen, in dem Erinnerungen ausgelöst werden? Die Antwort heißt: nirgends und überall. Die noch wesentlichere Frage lautet: Was ist überhaupt eine Erinnerung? Endel Tulvin von der Universität Toronto ist seit über vierzig Jahren auf der Suche nach dem Gedächtnis, und er weiß immer noch nicht, was er als Gedächtnis bezeichnen soll.“
Meine Antwort lautet:
Die gesamte sich ständig verändernde Form eines Elements ist sein Gedächtnis (… es ist nirgends und überall …). Und mit „Form“ meine ich sowohl die äußere Beschaffenheit eines Elements als auch die innere Zusammensetzung seiner Unterelemente.
Das ist zunächst vielleicht eine verwirrende Antwort. Sie können sich nicht sofort etwas darunter vorstellen.
Gehen wir erst einmal davon aus, wie es wäre, wenn kein Mensch ein Gedächtnis hätte und wenn niemand etwas speichern würde:
Alles, was passiert, würde sofort wieder vergessen werden.
Dann würde alles für jeden immer zum ersten Mal geschehen. Jedes Ereignis ist immer wieder neu für jeden.
Aber wie soll man dann überhaupt den Wunsch nach einem besseren Zustand haben, wenn man sich an nichts erinnern kann und damit auch nicht die Fähigkeit besitzt, seinen momentanen Zustand als „Ungleichgewicht“ oder „Gleichgewicht“ einzustufen?
Haben wir kein Gedächtnis, so könnten wir auch nichts miteinander vergleichen. Es gäbe keine Unzufriedenheiten und Ungleichgewichte. Alles wäre für alle momentan so richtig wie es ist. Jeder Zustand wäre immer der beste. Es würden keine Wünsche und damit keine Kräfte vorhanden sein. Und so würde nichts existieren.
Ohne Gedächtnis keine Existenz!
Wenn also etwas existiert und damit den Wunsch nach Gleichgewicht hat, muss es gleichzeitig auch ein Gedächtnis haben.
„Jedes Element hat den Wunsch nach Gleichgewicht“ bedeutet deshalb gleichzeitig auch: „Jedes Element hat ein Gedächtnis.“
Doch was ist das Gedächtnis genau?

Der höchste Wunsch aller unterschiedlichen Elemente ist das Erreichen des  absoluten Gleichgewichts und damit die Auflösung der individuellen Existenz, also das „Nichts“. Es verschmilzt mit „Alles“. Es wäre der beste und höchste Zustand, die absolute Erlösung in der Welt der Ungleichgewichte, die totale Wunschlosigkeit, die Einheit mit „Alles“. Haben sie diese Einheit erreicht, dann existieren sie nicht mehr als Element, nur noch als wunschlose Einheit. In diesem Zustand ist kein Gedächtnis vorhanden. Es ist nicht nötig.
Existiert jedoch eine Uneinheit und damit ein Ungleichgewicht, so existieren auch gleichzeitig der Wunsch nach einem Gleichgewicht, nach Einheit, und damit auch ein Gedächtnis, das sich um die Erfüllung dieses Wunsches bemüht.

Einheit = wunschlos glücklich = Nicht-Existenz (kein Element) = absolutes Gleichgewicht = Nicht-Gedächtnis = keine Wahrnehmung

Uneinheit = Trennung = Ungleichgewicht = Wünsche nach Gleichgewicht = Existenz = Gedächtnis = Wissen = Wahrnehmung = sich wiederholender Kreislauf = Form

Solange Elemente als Elemente existent bleiben, erreichen sie immer nur „vorläufige“ Gleichgewichte, die im Vergleich zum absoluten Gleichgewicht immer noch ein Ungleichgewicht darstellen, also nur relative Gleichgewichte sind.
Wenn jedoch nur vorläufige Gleichgewichte erreicht werden, bleiben immer noch Wünsche unerfüllt, solange das Element existiert.
Wir können in unserem Leben nie alles vollständig klären. Wir sind immer gezwungen, Teile ungeklärt zu lassen, Wünsche unerfüllt zu behalten, in Unsicherheit oder einfach nur Ungewissheit zu leben.
Jede Wunscherfüllung braucht und hat ihre Zeit. Und das wiederum heißt, dass ein Element sich nie vollkommen erneuern und verändern kann. Vieles wiederholt sich für eine Weile auf ähnliche Weise und bildet damit eine Form.
Das Gedächtnis eines Elements ist alles, was unerfüllt ist, was sich in einer bestimmten Form wiederholt, woraus ein Element besteht, was existiert.

Alle vorhandenen Wünsche nach Gleichgewicht, die immer noch nach vollkommener Erlösung suchen, sind das Gedächtnis eines Elements.
Diese Wünsche bestehen aus sich ähnlich wiederholenden Kreisläufen. Das Gedächtnis ist eine Ansammlung sich wiederholender Kreisläufe. Diese Kreisläufe bilden eine Form (siehe z. B. den Qualm eines Räucherstäbchens oder die Kerzenflammen). In dieser Form zeigen sich die Wiederholungen und damit die Suche des Elements nach seinen Wunscherfüllungen.
Die Form eines Elements zeigt, was es für Gleichgewichte sucht. Und an der Form dieser Suche könnte man auch ablesen, was nicht mehr gesucht wird, was noch nicht gesucht wird und was gerade gesucht wird.
Kennen Sie es, dass Sie sich selbst immer weiterentwickeln, dabei den Kontakt zu alten Freunden verlieren und auf der anderen Seite neue Freunde Ihrem eigenen Entwicklungszustand entsprechend kennenlernen? Denken Sie z. B. an Ihre Schulzeit und an Ihre Ausbildung oder das Studium. Oder vielleicht haben Sie auch verschiedene Partnerschaften durchlebt und sind daran gereift.
Bei einem Wechsel ist der Kontakt zu manchen alten Freunden zwar beendet oder sehr gering geworden, doch Ihre Entwicklung, die Sie in der damaligen Zeit mit den Freunden gemeinsam durchgemacht haben, lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Ihr gegenwärtiger Zustand baut auf den Erfahrungen der Vergangenheit auf. Ihre gegenwärtige Form ist das Ergebnis vergangener Erfahrungen, Wunscherfüllungen, Enttäuschungen, UnGleichgewichten. Und damit sind Sie mit Ihren vergangenen Erfahrungen für immer verbunden, das können Sie nicht mehr ändern. Sie bestehen aus Ihren Erfahrungen. Sie sind Ihre Erfahrungen. Man kann Ihnen ansehen, was für Erfahrungen Sie in der Vergangenheit gesucht hatten.
Nebenbei bemerkt: Und wenn sich jemand in der Gegenwart gegen einige dieser vergangenen Erfahrungen wehrt, dann bedeutet das, dass er/sie gegen sich selbst kämpft. Eine „Ver-“ Spannung.
Kennen Sie es, dass ein guter, erfahrener Heilpraktiker oder Arzt Sie anschaut und schon genau weiß, was mit Ihnen los ist und wie Ihre Krankheitsgeschichte aussieht?
Gute Handleser können an der Form Ihrer Hand und Ihrer Linien Ihren Charakter und überraschend auch vergangene Erfahrungen ablesen.
An der Form Ihres Pulses liest der Arzt der Traditionellen Chinesischen Medizin die Form Ihrer Krankheit ab.

An der Form unserer Verhaltensmuster und Überzeugungen kann ein guter Psychologe ablesen, wie wir mit unseren Erfahrungen umgehen, ob uns noch welche fehlen oder wir sie blockieren.
Einem ahnungslosen Kind „sehen“ wir seine Naivität an, wir spüren, welche Wünsche es noch nicht hat.

Durch die Form unserer Zellenverbindungen im Gehirn (und auch im gesamten Körper!) haben wir ein Gedächtnis.
Der Text eines Buches stellt in seiner Form ein Gedächtnis dar. Er strahlt aus, wie viele Menschen und welche Art von Menschen mit welchen Erfahrungen an der Endfassung mitgearbeitet haben (Autor, Freunde, Verwandte, Lektoren, Übersetzer).
Wenn man die innere Form (Zusammensetzung) eines menschlichen Haares untersucht, kann man darin feststellen, ob dieser Mensch in letzter Zeit Drogen genommen hat.
An Narben der Haut kann man vergangene Entzündungen oder Verletzungen ablesen. Die Form der Haut dient als „Gedächtnis“.
Durch die Formen der Baumringe können wir das Alter des Baumes ablesen und auch, wie das Klima in den vergangenen Jahren gewesen ist.
Oder die Fossilien als ein Teil des Gedächtnisses der Erde … Wenn wir ihre innere Form (Zusammensetzung) untersuchen, können wir ihr Alter bestimmen.
Wir Menschen bilden in unserem Körper „Formen“ (z. B. Neuronenverbindungen im Gehirn), mit denen wir ein Gleichgewicht zu unserer Umwelt eingehen können. Diese Formen sind Teil unseres Gedächtnisses, unserer gesamten Form als Mensch.
Und als gesamter Mensch sind wir selbst eine Form in einem größeren Gedächtnis, z. B. dem Gedächtnis des Familiensystems oder dem Gedächtnis der gesamten Menschheit, dem Gedächtnis der Erde.
An uns, unserem Verhalten, unserer Körperform, kann man ablesen, welche Ungleichgewichte es in unserer Familie gibt und was wir entwickelt haben, um damit in ein neues Gleichgewicht zu gelangen. Oder man erkennt, welche Gleichgewichte in der Familie bestehen, welche Regeln vorhanden sind, welche Erfahrungen sich im Laufe der Generationen angesammelt und sich bewährt haben.
Und man kann (als Außerirdischer) an einem Menschen ablesen, welche Erfahrungen die gesamte Menschheit im Laufe ihrer Entwicklung gemacht hat, so dass sich der heutige Mensch bilden konnte, mit seiner Technik, mit der sich den Jahreszeiten und den Umständen anpassenden Kleidung, mit seiner Art zu kommunizieren.
Können wir an der „Form“ unserer Seele ablesen lernen, was wir in unseren früheren Leben erlebt haben (falls es so etwas gibt)? Dazu müssten wir erst einmal entdecken, wie man die Form einer Seele überhaupt wahrnimmt …

Abstrakt beschrieben sieht das Gedächtnis eines Elements so aus: Wenn ein Element A ein relatives Gleichgewicht erreicht hat, verwandelt es sich in das Element A´ und es verändert sich gleichzeitig sein Gesamtwunsch.
Durch diese Änderung gibt es nun einige Unterelemente, die sich aufgelöst haben oder sich von diesem Element A´ lösen wollen, weil die Ähnlichkeit zwischen dem Wunsch dieses Unterelements und anderer Unterelemente von A´ abgenommen hat. Die Ähnlichkeit, die zu einer Verbindung geführt hatte, ist geringer geworden. Die betroffenen Unterelemente trennen sich. Das Element verändert sich zu dem Element A´´.
Genauso gibt es nun Elemente, die sich mit diesem veränderten Element A´´  verbinden wollen, da nun ihre Wünsche mit denen des veränderten Elements A´´  besser übereinstimmen. Also binden sich diese Elemente an das veränderte Element A´´  und werden zu neuen Unterelementen. Auch dadurch verändert sich das Element A´´  noch einmal und wird zu A´´´.
Nun existiert das Element A´´´ wieder in einer veränderten Form von Unterelementen. Diese Form spiegelt den vergangenen Weg des Elements wider. Sie ist sein Gedächtnis.
Wir können den „Wissensstand“ des Elements A´´´ daran ablesen, aus welchen Unterelementen (mit entsprechenden Wünschen) es besteht, wie die Unterelemente organisiert und welche Unterelemente nicht mehr vorhanden sind (weil sie durch die Erreichung eines relativen Gleichgewichts „erlöst“ oder abgestoßen wurden).
An der Existenz und der Art der Zusammensetzung der Unterelemente kann man wahrnehmen, welche Wünsche bereits erfüllt wurden, welche noch vorhanden sind und welche noch nicht vorhanden sind.
Allerdings brauchen wir dazu einen Vergleich. Wir können nur die Veränderungen von A´´´ nachvollziehen, wenn wir auch den Ausgangszustand von A kennen. Und wir Menschen müssen es „interpretieren“ lernen, was wir da als Unterschied wahrnehmen.

 

(ab Seite 150:)

Was ist das Bewusstsein und was das Unbewusste?

Wir wissen:
-   Jedes Element spürt, ob es sich im Gleichgewicht oder Ungleichgewicht befindet. Über dieses Gefühl nimmt es wahr. Dabei kann es nicht unterscheiden zwischen innen und außen.
-   Im Gleichgewicht gibt es keine Wahrnehmung. Nur das Ungleichgewicht wird wahrgenommen. Das bedeutet, dass ein Element nur etwas wahrnehmen kann, wenn für ihn ein Ungleichgewicht existiert und damit ein Wunsch nach Gleichgewicht vorhanden ist. Ist das Gleichgewicht erreicht, so verschwindet der Wunsch, die Wahrnehmung und das Element = es verändert sich zu einem neuen Element mit einer neuen Wahrnehmung.
-   Da es unterschiedliche Elemente, unterschiedliche Wünsche und unterschiedliche Ungleichgewichte gibt, gibt es auch unterschiedliche Wahrnehmungen.
-   Eine Erkenntnis bedeutet: das Erreichen eines relativen Gleichgewichts. Dabei verändert sich das erkennende Element, seine Suche beendet sich und es verändert sich seine Wahrnehmung, seine Form, sein Gedächtnis, sein Wissen.

Was ist nun in diesem Prozess das Bewusstsein?
Viele Wissenschaftler suchen im Gehirn nach dem Bewusstsein und sehen es als ein „Element“, das man irgendwo als Zentrum feststellen kann. Es gibt aber immer noch keine einheitliche Theorie darüber. Man sagt z. B., dass es nur ein Bewusstsein geben kann, und das befände sich in der Gehirnhälfte, in der sich auch die Sprache befindet. Bewusstsein sei mit Sprache verbunden. Doch es gibt Tests, die belegen, dass bei Personen, bei denen krankheitsbedingt die Gehirnhälften getrennt wurden, in beiden Körperhälften unterschiedliche „Bewusstseins“ festgestellt werden konnten, die beide unabhängig voneinander unterschiedliche aber stimmige Antworten gaben (vgl. „Das menschliche Gehirn“, J.J.Ratey, 2001, S. 167 ff.).
Was schlage ich für eine Sichtweise vor, was Bewusstsein ist?
Wenn wir uns das Wort genau anschauen, dann bedeutet „Be-wusst-sein“ nichts anderes als dass jemandem Wissen gegeben wurde. Er wurde mit „Wissen“ be-schenkt, er wurde „be-wusst“, so wie eine Biene eine Blume „be-stäubt“.
Ein Mensch ist in dem Moment mit etwas be-wusst worden, in dem er eine Erkenntnis erlebt, wenn er also ein relatives Gleichgewicht erreicht und sich dadurch verändert hat.
Bewusst-„sein“ heißt, ständig Erkenntnisse zu haben, im Erkenntnis-Prozess zu „sein“.

Be-wusst-sein = Im-Erkenntnis-Prozess-sein

In jedem Bruchteil einer Sekunde spüren wir ein Ungleichgewicht, ordnen es ein, erkennen es, erreichen ein relatives Gleichgewicht, spüren ein neues Ungleichgewicht, ordnen es ein, erkennen es, …
Dieser Prozess ist das Bewusstsein. Ein Bewegungs-Zustand.
Überall, wo dieser Prozess stattfindet, ist Bewusstsein.
Schauen wir uns diesen Prozess genauer an, so ist er nichts anderes als das ständige Erreichen neuer relativer Gleichgewichte, also der ständige Wandel eines Elements. Und da jedes Element den Wunsch nach Gleichgewicht hat und sich ständig bewegt, neue Gleichgewichte erreicht und sich verändert, ist auch jedes Element im Erkenntnis-Prozess und damit im Bewusstsein.
Bewusstsein existiert überall. Alles ist Bewusstsein. Es gibt nichts Bewusstloses außer dem absoluten Gleichgewicht, das sich nie verändert.
Was ist dann das, was wir als das Unbewusste bezeichnen?
Die Bezeichnung „unbewusst“ kommt dadurch zustande, dass wir Bewusstsein oft nicht „allgemein“ sehen, wie ich es oben beschrieben habe. Sondern wir beziehen es auf unser eigenes menschliches Erleben, auf die Tatsache, dass wir selbst mal etwas wissen und mal nicht. Wenn wir etwas wissen, ist es uns bewusst. Wissen wir aber etwas nicht, so ist es uns unbewusst.
Es gibt Versuche mit „scheinbar“ erblindeten Personen, die gebeten wurden, einfach nach ihrem Gefühl zu raten, was sich vor ihren offenen Augen abspielt. Erstaunlicherweise konnten Sie genaue und treffende Angaben machen, obwohl sie gleichzeitig behaupteten, nichts gesehen zu haben (vgl: Gordon Gallup Jr., Spektrum der Wissenschaft – Spezial, 1 / 2000).
Hier scheint kein Bewusstsein für das Sehen an sich vorhanden zu sein, und doch wurde etwas wahrgenommen, auf einer scheinbar „unbewussten“ Ebene.

Neutral betrachtet ist das für uns Unbewusste tatsächlich genauso eine Form von Bewusstsein. Warum?
Wenn wir eine Parallele zu meiner Darstellung von oben ziehen würden, dann sähe es so aus:

Un-be-wusst-sein = Nicht-im-Erkenntnis-Prozess-sein

Das würde bedeuten, dass es Elemente gibt, die sich nicht ständig verändern. Doch das wäre ein Widerspruch zu dem überall vorhandenen und ewigen Wandel aller Elemente.
Den Nicht-Erkenntnis-Prozess gibt es nicht. Alles ist im Prozess. Also ist auch alles im Bewusstsein.
Das Unbewusste im Sinne von „Gegensatz“ zum Bewusstsein kann es nicht geben. Es ist genauso eine Form von Bewusstsein. Nur – sie ist uns Menschen nicht bewusst.
Das Unbewusste entsteht also nur, wenn wir uns selbst betrachten. Wenn wir von dem Unbewussten reden, dürfen wir es nur auf uns selbst beziehen: „Mir ist etwas nicht bewusst. Jemand anderes könnte es durchaus wissen, und dem ist es dann bewusst. Oder wenn ich mich in einem anderen Zustand befinden würde, könnte es mir bewusst werden.“
Das Unbewusste ist kein Element, das irgendwo außerhalb von uns existiert oder um uns herum (z. B. als kollektives Unterbewusstsein) oder tief in unserer Psyche schlummert. Sondern es ist ein momentaner Zustand eines Elements. Es ist eine Form von UnGleichgewicht, in dem das Element sich befindet und dabei über sich selbst sagen könnte: „Ich weiß etwas nicht“ oder „In diesem Bereich bin ich gerade im Ungleichgewicht und erlebe gerade keine Erkenntnis“ oder „Ich bin mir bewusst, dass mir etwas unbewusst ist“.

Ich fasse zusammen:
Das Bewusstsein ist der überall vorhandene Prozess des ewigen Wandels, in dem sich jedes Element ein Gleichgewicht wünscht und sich entsprechend bewegt und verwandelt.
Das Unterbewusstsein ist die Folge der Unterschiedlichkeit von Elementen. Es wird durch die persönliche Formulierung eines Elements definiert, das sich selbst in einem bestimmten Zustand von UnGleichgewicht sieht.

 

Was ist überhaupt „Wissen“?

An dieser Stelle schauen wir einmal genauer hin, worüber wir eigentlich reden, wenn wir sagen, dass wir etwas wissen oder nicht wissen.
Wir benutzen den Satz „Ich weiß es nicht“ so selbstverständlich, doch wie kann man es beschreiben oder definieren, was wir eigentlich damit meinen?

Wenn wir mit unseren Ohren etwas wahrnehmen, konnten wir mit unseren inneren Elementen ein Gleichgewicht zu dem eingehen, was von außen unser Trommelfell berührt hat. Wir konnten eine Resonanz herstellen.
Wenn wir mit unseren Augen etwas wahrnehmen, konnten wir mit unseren inneren Elementen ein Gleichgewicht zu dem eingehen, was von außen unsere Rezeptoren in den Augen berührt hat. Wir konnten eine Resonanz herstellen.
Wenn wir mit unserer Stimme genau den gleichen Ton singen oder summen, wie es aus dem Keyboard oder dem Computer zu hören ist, stellen wir eine Resonanz zwischen unseren Stimmbändern und dem äußeren Ton her. Wir fühlen eine Übereinstimmung. Gehen wir aber mit unserem eigenen Ton etwas rauf oder runter, so spüren wir deutlich die Ungleichgewichte.
In der Übereinstimmung, in der Resonanz, fühlen wir eine Art „Verschmelzung“. Dieses Verschmelzungsgefühl, dieses Resonanzgefühl steuert auch unsere innere Aktivität beim Sehen und beim Hören. Unser Ziel ist es immer, dieses Resonanzgefühl so gut wie nur möglich herstellen zu können – so, wie die Pflanzen sich nach der Sonne ausrichten.
Gelingt es uns nicht, so haben wir das Gefühl, nicht richtig zu hören oder nicht richtig zu sehen oder den Ton nicht richtig zu singen.
„Wissen“ ist nichts anderes. Es ist das Gefühl, zu einer äußeren Situation in uns eine Resonanz herstellen zu können, mit etwas Fremdem verschmelzen zu können. Erreichen wir diese Resonanz nicht, dann haben wir das Gefühl, etwas nicht zu wissen, und wir suchen weiter.
Wissen ist die Fähigkeit eines Elements, seine inneren Teile so zu ordnen, dass sie zur wahrgenommen Situation in Resonanz sind, so dass das Element mit der Situation seinem Gefühl nach „stimmig“ umgehen kann.

In wissenschaftlichen Untersuchungen an Makaken hat man festgestellt, dass die Aktivität der Gehirnzellen genau dem Bild-Muster entsprachen, das der Affe gerade wahrnahm....

 

(ab Seite 223:)

Das ICH und die Netzreaktionen im Körper

 

Das ICH

Sie treffen unerwartet eine frühere Schulkameradin wieder, dabei fällt Ihnen aber der Name nicht mehr ein. Sie fragen nicht nach, und plötzlich – während des Gesprächs – wissen Sie den Namen wieder. Eine Erinnerung ist aufgetaucht und Sie haben bewusst nichts dafür getan.

Wer hat den Namen nicht gewusst und wer weiß ihn jetzt wieder?
Was ist das, was wir als „Ich“ bezeichnen, das in der Lage ist zu sagen: „Ich weiß es nicht“?
Die Frage nach dem Ich haben einige weise Menschen bereits beantwortet und gesagt, dass es das Ich nicht gibt. Es existiert nicht. Es existiert lediglich der Körper. Und er ist „leer“. In ihm gibt es nichts, was man mit „Ich“ bezeichnen könnte.
Was ist dann das, was als Ich bezeichnet wird?
Einfache Antwort: ein Element, das sich ständig verändert.
Das Wort „Ich“ bleibt immer gleich. Doch das ICH, das „Ich“ sagt, verändert sich ununterbrochen.
Wir Menschen haben vielen (scheinbar) beständigen Dingen, die wir wahrnehmen, Namen gegeben, damit wir miteinander darüber reden können und wissen, was gemeint ist. Genauso ist es mit dem Ich. Das Ich ist eine Erfindung der Kommunikation. Als Kind haben wir gelernt, „Ich“ zu sagen, wenn wir über unseren Körper und seine Bedürfnisse mit Hilfe unseres Körpers (Mund = Sprache) Mitteilungen machen wollten.
So, wie wir die Wörter unserer Sprache an unsere Wahrnehmung und unser Erleben geknüpft haben, haben wir auch das Wörtchen „Ich“ an alles geknüpft, was wir bezogen auf unseren eigenen Körper mit seinen Gefühlen und Gedanken wahrnehmen.
Das „Ich“ ist ein sich auf ähnliche Weise wiederholender Kreislauf, der aus sich ähnlich wiederholenden Kreisläufen besteht.

 

Die Wahrnehmung von Gedanken

Was ist aber dieser Moment, in dem wir uns wieder an einen Namen erinnern können? Ist das eine Wahrnehmung? Wenn wir innerlich wieder den Namen „hören“, ihn innerlich sprechen können oder wenn wir innerlich Bilder „sehen“, gibt es dann einen Betrachter, der dies alles wahrnimmt?
Wer und wo ist der Betrachter unserer Gedanken und Gefühle? Und sind unsere Gedanken und Gefühle nur „Objekte“, die nicht zum Betrachter gehören? Wie funktioniert das, was wir als innere Wahrnehmung empfinden?
Bisher haben Sie sicherlich noch die zwei Elemente vor Augen: die Bühne mit unseren inneren „Objekten“ und den Betrachter.
Öffnen Sie sich für ein neues Bild.
Denken Sie wieder an die aufgestellte Reihe von Dominosteinen. Sie stehen alle in Ruhe, sind im Gleichgewicht. Und nun wird einer umgestoßen, so dass alle anderen nacheinander umfallen – eine Kettenreaktion. Anschließend befinden sich alle Steine liegend in einem neuen Gleichgewicht.
Und nun stellen Sie sich vor, dass es eine Kette von Elementen gibt, die von unserem Wahrnehmungsorgan „Auge“ bis in unser Gehirn und darüber hinaus auch in unseren übrigen Körper führt. Ein Lichtstrahl berührt das erste Kettenelement im Auge, es gerät in ein Ungleichgewicht und bewegt sich in ein neues Gleichgewicht. Alle daran anknüpfenden Kettenelemente bewegen sich ebenfalls in ein neues Gleichgewicht.
Dabei entscheidet jedes Kettenelement für sich selbstständig, welches das beste neue Gleichgewicht ist, in das es sich bewegen möchte!
Hier findet Entscheidung statt, bei jedem einzelnen Element, das an der Kettenreaktion beteiligt ist und sich bewegt!
Es gibt kein Ich, das eine zentrale Entscheidung fällt.
Die Entscheidung des Menschen setzt sich zusammen aus all den kleinen Entscheidungen seiner Unterelemente, die an der Kettenreaktion beteiligt sind.
Abhängig davon, wie sich ein kleines Element entscheidet, kann es unterschiedliche und auch mehrere Elemente gleichzeitig mit seiner Bewegung anstoßen. Jedes einzelne Element entscheidet selbstständig, wie und ob es die Kettenreaktion weiterleiten wird.
Dabei ist ganz wichtig:
Jedes Element entscheidet sich immer für das für sich selbst beste neue Gleichgewicht.
Aus dieser Kette von Entscheidungen entsteht eine Gesamtentscheidung, die dann steuert, wie der Gesamtmensch auf diese Impulse im Auge reagiert.
Die Kettenreaktion wird von jedem Element auf seine eigene Weise weitergeleitet – bis auch Elemente angestoßen werden, die Bewegungen des gesamten Menschen auslösen. Das ist dann seine „Reaktion“. Wenn dabei jedes Element der Reaktionskette sich in das für sich selbst beste Gleichgewicht bewegt, können wir davon ausgehen, dass als Ergebnis der ganze Mensch mit seiner Gesamt-Reaktion sich in das für ihn momentan beste Gleichgewicht bewegt.
Ist der Mensch mit seiner eigenen Reaktion aber nicht zufrieden, kann er nachdenken, was in ihm zu dieser Reaktion geführt hat. Er kann auf seine Reaktion reagieren.
Auf jeden Fall war sie das momentan beste Gleichgewicht für ihn. Und das Nachdenken darüber ist die nächste Bewegung in ein neues und besseres Gleichgewicht.
Erhält der Mensch eine Erkenntnis über seine bisher unbewussten Wünsche, die ihn so haben reagieren lassen, ist er in ein neues und besseres Gleichgewicht gelangt.

 

(ab Seite 231:)

Die Blockade

Ob eine Erinnerung gelingt, hängt von den Wünschen der Elemente ab, die an den Netzreaktionen beteiligt sind. Manchmal, wie im äußeren Leben auch, haben zwei Wünsche entgegengesetzte Ziele und behindern sich gegenseitig. Das nennt man dann „Blockade“.
Es gibt Netzglieder, deren Gleichgewicht darin besteht, dass sie die Netzreaktion verändern oder nicht weiterleiten, aus irgendwelchen Gründen. Und so gelangen wir manchmal auch nicht zu den erwünschten Ergebnissen.
Vielleicht dürfen manche Informationen nicht mehr erinnert werden, weil die Erinnerung zu einer Gesamtreaktion des Menschen führen würde, die in der momentanen Situation nicht angebracht wäre, nicht dem Gesamtwunsch des Menschen entspricht und ihn eher in ein Ungleichgewicht führen würde. Und so werden sie von bestimmten Elementen sinnvoll blockiert.
Beispielsweise könnte die Erinnerung an ein schmerzhaftes Erlebnis den Menschen schlecht fühlen lassen, doch diese Reaktion ist im Moment nicht erwünscht, der Rahmen dafür ist nicht da. Also wird diese Erinnerung gemieden und von bestimmten Elementen gestoppt. Ziel ist, den Menschen in der Gegenwart im gewohnten Gleichgewicht zu halten.
Oder umgekehrt: Ein Mensch muss ständig an ein negatives Erlebnis denken. Es fehlt ihm an positiven und glücklichen Gedanken. Diese angenehmen Gedanken werden blockiert, damit das Negative an die Oberfläche kommen kann. Ziel: Durch die passende Auseinandersetzung mit dem Schmerz (z. B. Ausdruck) und eine dazugehörige Erkenntnis kann der Mensch in ein besseres Gleichgewicht mit dieser vergangenen Erfahrung gelangen.
Der Nachteil solcher Blockaden: Alle Kettenreaktionen, die über diese blockierenden Elemente führen, werden gebremst und gehemmt. Und so gelangen in manchen Bereichen nur gehemmte Reaktionen eines Menschen nach außen. Er wirkt in seinem Ausdruck blockiert. Ein Mensch spürt, dass er allgemein nicht so agieren kann, wie er es gerne möchte. Er wäre gerne freier. In diesem Fall behindern unbewusste Wünsche die bewussten Wünsche eines Menschen.
Der Vorteil wiederum ist, dass diese Hemmungen auf ein ungelöstes Ungleichgewicht im Menschen hinweisen, mit dem er sich auseinandersetzen, es lösen und damit in ein neues Gleichgewicht gelangen könnte.

Nicht nur unbewusste Wünsche können als Hemmungen gegenüber unseren bewussten Zielen auftreten, auch das Umgekehrte gilt: Bewusste Wünsche können unbewusste Wünsche blockieren.
Ist ein Mensch hellwach und vollkommen auf das gegenwärtige Geschehen konzentriert und davon gebannt, so kann ihn dieser Zustand daran hindern, sich an etwas zu erinnern.
In einer Trance oder im Halbschlaf, während die bewussten Wünsche weniger gelebt werden, ist dann mehr Freiraum für Wünsche aus anderen Bewusstseinszuständen. Es tauchen Intuitionen auf. Viele geniale Einfälle entstanden im Halbschlaf oder in Träumen.
Morgens, im Halbschlaf, sind die Träume, die inneren Ordnungen, manchmal noch gut zugänglich. Sobald aber der Wachzustand mit seinen Wahrnehmungen und Wünschen immer intensiver gelebt wird, können die Traumnetzreaktionen nicht mehr frei fließen und bis zur „Ausdrucks-Grenze“ gelangen. Sie verschwinden für unser Wachbewusstsein. Sie werden von anderen Netzreaktionen überlagert, die durch die Aktivität unserer äußeren Sinne angeregt werden.
Alle Netzreaktionen werden genauso durch die Wünsche der einzelnen Netzelemente weitergeleitet wie durch den Gesamtwunsch des Menschen. Alles arbeitet zusammen und ist miteinander in Resonanz. Dabei sind alle Wünsche richtig, gehören dazu und haben ihren Sinn. Doch es erhalten immer die Wünsche Vorrang, die zurzeit für das beste Gesamt-Gleichgewicht gebraucht werden. Alle anderen Wünsche werden in dem Moment reduziert, gebremst oder komplett blockiert.

 

Weiterleitung in der Kette

Bei Dominosteinen ist es eindeutig. Sie kippen um und fallen gegen den nächsten Stein, der dadurch umzukippen beginnt. Doch die Elemente in uns sind wesentlich komplizierter. Sie haben viele verschiedene Bewegungsmöglichkeiten. Sie können ihre Position oder ihren eigenen Zustand auf vielfältige Weise verändern. Diese Veränderungen hängen von der Art des Impulses ab, der von außen kommt, und ob ein Element mit diesem Impuls im Gleichgewicht (Resonanz) oder im Ungleichgewicht ist.
Stellen Sie sich eine Reihe von Menschen vor, die nebeneinander in einem Kreis sitzen. Sie spielen das Spiel „Stille Post“: Der erste denkt sich einen Satz aus und flüstert ihn seinem Nachbarn ins Ohr. Der gibt den Satz an seinen anderen Nachbarn weiter, geflüstert. Am Ende muss der Letzte den Satz laut sagen. Oft entsteht so intensive Belustigung, wenn die erste Person allen anderen verrät, welchen Satz sie sich ausgedacht hatte, weil klar wird, dass der Satz durch Missverständnisse im Laufe der Zeit interessante Veränderungen erfahren hat.
Jeder bekommt einen Impuls, gibt diesem Impuls einen Sinn, versucht ihn einzuordnen, bewegt sich selbst in ein neues Gleichgewicht und gibt dann dieses Gleichgewicht weiter.
Manchmal kann es auch sein, dass jemand diesen Satz als unangenehm empfindet und bestimmte Teile davon ausblendet, diesen Satz verändert weitergibt. Es kann sein, dass jemand den Satz nicht verstanden hat, akustisch oder intellektuell, und einen ähnlichen Satz erschafft und weitergibt. Es kann sein, dass jemand sabotiert und absichtlich eine Veränderung in den Satz einfügt. Doch meistens ist der Wunsch da, den Satz möglichst genauso weiterzugeben, wie man ihn gehört hat.
Bei diesem Beispiel geht die Netzreaktion von einem Element zum nächsten. Es gibt aber auch Kettenreaktionen, bei denen sich durch einen Impuls mehrere Elemente gleichzeitig angesprochen fühlen (in Resonanz schwingen).
Stellen Sie sich einen großen festlichen Raum vor, in dem viele Menschen zu einem Stehempfang versammelt sind. Und nun schreit ein Mensch ganz laut auf. Klar, dass plötzlich alle Menschen damit in Resonanz sind, sich zu ihm umdrehen und als erstes schauen, was los ist. Dabei sind die Gespräche (andere Kettenreaktionen) unterbrochen (Schock). Als zweites, wenn da jemand gestürzt sein sollte, werden ihm diejenigen zu Hilfe eilen, die in seiner Nähe stehen. Andere drehen sich nach einer gewissen Zeit wieder weg, weil Sie erkennen, dass demjenigen ausreichend geholfen wird. Vielleicht fühlt sich ein Element aber besonders angesprochen, weil es „Arzt“ ist, eilt zu dem gestürzten Menschen und hilft ausführlich. Dieser Arzt ruft dann laut in den Raum: „Thomas, kannst du mir mal helfen?“ Und nun reagieren nur noch die Menschen, die Thomas heißen und sich in dem Rahmen angesprochen fühlen, weil sie den Arzt persönlich kennen.
So gibt es Elemente, die sich durch bestimmte Impulse angesprochen fühlen, und welche, die nicht reagieren, oder nur wenig.
Auf diese Weise setzt sich ein Impuls in uns fort, wird als „Netzreaktion“ weitergeleitet, und unterwegs von den Elementen ausgedrückt, die sich angesprochen fühlen und damit in Resonanz schwingen.

Auf diese Weise kann auch in uns gezielt nach einer Erinnerung gesucht werden. Welche Elemente sind mit unserem Erinnerungswunsch in Resonanz?...

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